Kollagen gegen Falten – bringt das wirklich etwas? Ich nehme marines Kollagen selbst und schaue, was Studien zu Haut, Falten, Elastizität und Wechseljahren tatsächlich sagen.
Hmmmm … Kollagen. Wisst ihr? Ich bekomme das inzwischen überall angezeigt. Kollagenpulver, Kollagendrinks, Kollagen-Gummibärchen – und natürlich immer mit irgendwelchen Promis dazu. Vieles davon ist vermutlich Werbung, manches vielleicht auch Fake. Nimmt Jennifer Aniston das wirklich? Keinen Schimmer. 😆 Aber die viel spannendere Frage ist ja: Bringt Kollagen zum Trinken überhaupt etwas?
Ich probiere das gerade für euch aus. Und zwar ganz frisch. Denn ich verweigere mich bislang ziemlich konsequent der Botox-Fraktion. Leute, nicht aufregen! Viele Freundinnen von mir nutzen Botox, manche davon sind sogar zehn Jahre jünger als ich. Soll jede machen, wie sie möchte. Ich finde nur: So ein paar Falten auf der Stirn gehören für mich irgendwie dazu. Nicht permanent wie bei einem Shar-Pei – ihr wisst schon, diese Hunde, die gefühlt in ihre eigenen Hautfalten hineinwachsen. 😆 Aber wenn ich meinen Kids ein Signal geben möchte nach dem Motto „Ach du Scheiße, ich glaube, Mama ist WIRKLICH sauer“, dann finde ich es durchaus hilfreich, wenn man meine Zornesfalte noch aus drei Kilometern Entfernung erkennen kann.
Vielleicht können Menschen in 30 Jahren sämtliche Emotionen ausschließlich an den Augen ablesen. Aktuell finde ich es aber ganz schön, wenn ein Gesicht noch Mimik hat. Und Lachfalten? Liebe ich. Davon habe ich viele. Voll schön. Die dürfen bleiben. Ich möchte nur nicht unbedingt, dass sich jede einzelne davon jetzt schon dauerhaft drei Millimeter tief in mein Gesicht eingräbt. Mit 80? Supergern. Aber mit 54 darf meine Haut meinetwegen noch ein bisschen zurückflitschen. 😉
Oh oh, ich schweife ab. Zurück zum Kollagen. Das probiere ich gerade zusammen mit meiner LED-Maske aus – und ich muss sagen: Irgendetwas scheint sich bei mir tatsächlich zu tun. Meine Haut wirkt praller, unter den Augen sieht sie für mich glatter und irgendwie „glowy“ aus und ich wurde sogar schon darauf angesprochen. Und natürlich führe ich inzwischen hochwissenschaftliche Selbstversuche durch: Ich ziehe ordentlich an meiner Wange und gucke, wie schnell sie zurückflitscht. 😆
Aber genau da wird es interessant. Denn nur weil ich gerade finde, dass meine Haut besser aussieht, heißt das natürlich noch lange nicht, dass es am Kollagen liegt. Ich benutze schließlich gleichzeitig meine LED-Maske und pflege meine Haut. Vielleicht ist es das Kollagen. Vielleicht die Maske. Vielleicht beides. Vielleicht bilde ich es mir teilweise auch ein. Also habe ich angefangen nachzulesen: Kann unser Körper Kollagen, das wir trinken oder essen, überhaupt für die Haut verwenden? Gibt es tatsächlich Studien zu Falten und Hautelastizität? Wie lange müsste man Kollagen nehmen, bevor überhaupt etwas passieren könnte? Und – ganz wichtig – ist das Zeug sein Geld wert oder kaufen wir da einfach verdammt teures Pulver?
Genau das finden wir jetzt heraus.

Bringt Kollagen zum Trinken wirklich etwas?
Die kurze Antwort: Möglicherweise ein bisschen – aber die Werbung ist wesentlich eindeutiger als die Wissenschaft. Es gibt tatsächlich randomisierte Studien und mehrere Meta-Analysen, in denen oral eingenommene Kollagenpräparate mit Verbesserungen bei Hautfeuchtigkeit und Hautelastizität verbunden waren. Eine Meta-Analyse von 26 randomisierten Studien kam beispielsweise zu positiven Ergebnissen für hydrolysiertes Kollagen. Studie bei PubMed
Jetzt kommt allerdings das große Aber. Eine 2025 veröffentlichte Meta-Analyse hat zusätzlich untersucht, welchen Einfluss Studienqualität und Finanzierung auf die Ergebnisse haben. Insgesamt sah Kollagen zunächst gut aus. Betrachteten die Forschenden jedoch nur hochwertige Studien oder solche ohne Finanzierung durch Pharmaunternehmen, waren die positiven Effekte auf Falten, Feuchtigkeit und Elastizität nicht mehr nachweisbar. Die Autoren kamen deshalb zu dem Schluss, dass die derzeitige Evidenz nicht ausreicht, Kollagenpräparate zur Vorbeugung oder Behandlung von Hautalterung zu empfehlen. Aktuelle Meta-Analyse bei PubMed
Und genau deshalb werde ich euch hier nicht erzählen: Kauft Kollagen, dann verschwinden eure Falten. So eindeutig ist die Sache schlicht nicht. Aber komplett als teuren Beauty-Quatsch können wir Kollagen nach dem bisherigen Forschungsstand eben auch nicht abhaken. Und genau das macht es für mich interessant genug, um meinen eigenen Test weiterzumachen.
Aber wie soll getrunkenes Kollagen überhaupt in meine Wange kommen?
Das habe ich mich nämlich auch gefragt. 😆 Ich stelle mir ja nicht ernsthaft vor, dass mein Kollagenpulver durch meinen Körper marschiert und ruft: „Leute, alle umgehend nach oben – Annika braucht uns unter den Augen!“
Kollagen ist ein Protein. Wenn wir es essen oder trinken, wird es im Verdauungstrakt zerlegt. Bei hydrolysiertem Kollagen sind die großen Kollagenproteine bereits in kleinere Peptide aufgespalten. Diese werden bei der Verdauung weiter zerlegt beziehungsweise teilweise als kleinere Peptide aufgenommen. Das bedeutet also nicht, dass das Kollagen aus meinem Glas eins zu eins unter meine Augen wandert und dort eine Falte zuspachtelt.
Genau deshalb finde ich bei Kollagenprodukten die Frage „Was ist eigentlich drin?“ viel interessanter als eine rosafarbene Dose mit „Beauty Secret“ vorne drauf. In Studien werden häufig Kollagenhydrolysate beziehungsweise Kollagenpeptide verwendet. Wer Kollagen ausprobieren möchte, sollte deshalb zumindest darauf achten, welche Form und welche Menge pro Tagesportion enthalten sind.
Warum ist Kollagen gerade in den Wechseljahren interessant?
Mit sinkenden Östrogenspiegeln kann sich die Haut deutlich verändern. Kollagengehalt, Hautdicke, Elastizität und Feuchtigkeit können abnehmen, wodurch die Haut trockener und dünner werden und Falten sichtbarer werden können. Östrogen beeinflusst verschiedene Strukturen und Funktionen unserer Haut, weshalb die hormonellen Veränderungen rund um die Menopause auch dort sichtbar werden können. Medizinischer Überblick zu Menopause und Haut
Und deshalb finde ich das Thema für uns Frauen in den Wechseljahren wesentlich interessanter als dieses übliche „Anti-Aging ab 25“. Wir müssen ja nicht aussehen wie 30. Ich zumindest nicht. Ich möchte eigentlich nur, dass meine Haut gesund, gut versorgt und möglichst lange schön elastisch bleibt. Meine Lachfalten dürfen bleiben. Meine Zornesfalte braucht offenbar ohnehin einen festen Arbeitsvertrag. 😆 Aber wenn meine Haut insgesamt etwas praller und frischer aussieht, nehme ich das sehr gerne mit.
👉 Dazu passt: Meine Hautpflege mit über 50 – was ich wirklich gegen Falten und fahle Haut mache
Welches Kollagen nehme ich selbst?
Ich nehme ein hydrolysiertes marines Kollagen aus Fisch als Pulver. Das passt für mich schon deshalb gut, weil ich seit Jahren kein Fleisch mehr esse, Fisch aber weiterhin zu meiner Ernährung gehört. Mir war außerdem wichtig, ein unkompliziertes Kollagenpulver zu nehmen, bei dem nachvollziehbar ist, wie viel Kollagen ich tatsächlich zu mir nehme – und nicht irgendeinen Beauty-Mix mit 27 Zutaten, von denen am Ende keiner weiß, was davon eigentlich etwas bringen soll.
Das Kollagen, das ich selbst benutze:
👉 NaturaForte Premium Marine Collagen Pulver
Ob meine Haut dadurch tatsächlich glatter geworden ist, kann ich trotzdem nicht mit Sicherheit sagen. Schließlich benutze ich parallel meine LED-Maske und pflege meine Haut. Aber ich sehe gerade einen Unterschied, ich wurde darauf angesprochen und deshalb teste ich weiter. Für mich ist das Grund genug, dem Ganzen noch ein bisschen Zeit zu geben.
Marines Kollagen oder Rinderkollagen – was ist besser für die Haut?
Sowohl marines Kollagen als auch Kollagen vom Rind können hydrolysierte Kollagenpeptide liefern. Für einen klaren generellen Anti-Falten-Sieger reicht die Studienlage nicht aus. Viel wichtiger finde ich deshalb, auf das konkrete Produkt, die Kollagenform, die Menge und natürlich die eigenen Ernährungsgewohnheiten zu achten.
Marines Kollagen stammt üblicherweise aus Fisch und enthält vor allem Kollagen Typ I, das auch in unserer Haut eine wichtige Rolle spielt. Für mich ist die Entscheidung aber noch viel banaler: Ich esse Fisch, aber kein Fleisch. Deshalb fühlt sich Fischkollagen für mich schlicht stimmiger an. Wer keinen Fisch isst oder eine Fischallergie hat, sieht das natürlich ganz anders.
Und noch etwas: Veganes Kollagen gibt es im klassischen Sinn nicht. Produkte, die als „veganes Kollagen“ vermarktet werden, enthalten normalerweise kein echtes Kollagen, sondern Nährstoffe beziehungsweise Bestandteile, die mit der körpereigenen Kollagenbildung in Verbindung gebracht werden. Das ist nicht dasselbe wie hydrolysierte Kollagenpeptide.
Wie viel Kollagen müsste man für die Haut nehmen?
Hier wird es schon wieder schwierig, weil Studien unterschiedliche Produkte und Dosierungen untersuchen. In wissenschaftlichen Untersuchungen wurden verschiedene Mengen verwendet – eine neuere Auswertung beschreibt beispielsweise Dosierungen zwischen 1 und 10 Gramm täglich. Es gibt also nicht die eine wissenschaftlich unumstrittene „Anti-Falten-Dosis“. Übersicht zu Kollagendosierungen bei PubMed
Ich würde deshalb bei einem Produkt vor allem darauf achten, dass die tatsächliche Kollagenmenge pro Tagesportion transparent angegeben ist und mich zunächst an die Herstellerangaben halten. „Mehr“ bedeutet schließlich nicht automatisch „mehr Wirkung“. Eine Dose mit 27 Beauty-Zutaten beeindruckt mich inzwischen jedenfalls weniger als eine vernünftige Deklaration.
Wann sieht man einen Effekt von Kollagen?
Wenn Kollagen überhaupt einen sichtbaren Effekt auf die Haut hat, sollte man eher in Wochen beziehungsweise Monaten als in Tagen denken. Die klinischen Studien untersuchen eine regelmäßige Einnahme über mehrere Wochen. Heute Abend den ersten Löffel nehmen und morgen früh erwartungsvoll die Stirn kontrollieren können wir uns also sparen.
Das ist auch der Grund, warum ich meinen eigenen Test noch nicht als abgeschlossen betrachte. Ich sehe gerade Veränderungen, die mir gefallen. Meine Haut fühlt sich für mich anders an und ich wurde darauf angesprochen. Aber ich nehme gleichzeitig Kollagen, benutze meine LED-Maske und habe meine Hautroutine. Ich kann unmöglich auseinanderrechnen, welcher Anteil davon woher kommt.
Und deshalb mache ich etwas, das ich viel spannender finde als ein einmaliges Produktreview: Ich bleibe dran. Wenn ich nach längerer Zeit immer noch begeistert bin, sage ich euch das. Und wenn ich irgendwann denke: Leute, spart euch das Geld – sage ich euch das auch.
Was ist besser gegen Falten: Kollagen oder eine LED-Maske?
Ha! Genau meine derzeitige Versuchsanordnung. 😆 Wissenschaftlich kann man daraus allerdings keinen fairen Zweikampf machen. Kollagenpräparate werden eingenommen, während LED- beziehungsweise Rotlichttherapie über Licht bestimmter Wellenlängen von außen auf die Haut einwirkt. Das sind völlig unterschiedliche Ansätze.
Deshalb würde ich sie auch nicht gegeneinander ausspielen. Bei mir laufen gerade beide parallel – was für einen wissenschaftlichen Selbstversuch natürlich maximal unpraktisch ist. Für meine Haut aber möglicherweise ganz nett.
👉 Dazu passt mein Artikel: Meine LED-Maske und ich – bringt Rotlicht wirklich etwas gegen Falten?
Was bringt mehr gegen Falten: Kollagen oder eine gute Creme?
Auch das würde ich nicht gegeneinander ausspielen. Eine gute Feuchtigkeitspflege kann die Hautbarriere unterstützen und dafür sorgen, dass trockene Haut glatter und praller wirkt. Ein orales Kollagenpräparat verfolgt einen völlig anderen Ansatz.
Und bei all den schicken Anti-Aging-Produkten dürfen wir das langweiligste Thema überhaupt nicht vergessen: Sonnenschutz. UV-Strahlung ist ein wesentlicher Faktor vorzeitiger Hautalterung. Wer jeden Monat viel Geld für Kollagen, Seren und Cremes ausgibt und seine Haut gleichzeitig regelmäßig ungeschützt intensiver Sonne aussetzt, setzt meines Erachtens an einer ziemlich merkwürdigen Stelle an.
Das Gleiche gilt übrigens für genügend Flüssigkeit. Wasser macht keine bestehenden Falten weg, aber eine ausreichende Flüssigkeitszufuhr gehört für mich trotzdem zu einer vernünftigen Hautroutine. Wenn mein Körper insgesamt zu wenig Flüssigkeit bekommt, brauche ich nicht gleichzeitig drei Beauty-Pulver in meinen Kaffee zu kippen und auf ein Wunder zu warten.
Braucht der Körper Vitamin C für Kollagen?
Ja. Vitamin C wird für die normale körpereigene Kollagenbildung benötigt. Das bedeutet allerdings nicht automatisch, dass jedes Kollagenpulver mit gigantischen Mengen Vitamin C angereichert sein muss. Wer über seine Ernährung ausreichend Vitamin C bekommt, muss aus einem simplen Kollagenpulver nicht zwingend einen kompletten Beauty-Cocktail machen.
Genau das möchte ich bei ANNILIV generell ein bisschen entzaubern: Mehr Zutaten bedeuten nicht automatisch mehr Wirkung. Manchmal bedeuten sie hauptsächlich eine längere Zutatenliste und einen höheren Preis.
Kann Kollagen Nebenwirkungen haben?
Kollagenpräparate werden häufig gut vertragen, trotzdem sind sie natürlich nicht für jeden automatisch passend. Je nach Ausgangsmaterial können beispielsweise Allergien relevant sein. Bei marinem Kollagen ist eine Fischallergie natürlich ein entscheidender Punkt. Auch weitere Inhaltsstoffe eines konkreten Produkts sollte man sich ansehen.
Wer Erkrankungen hat, regelmäßig Medikamente einnimmt oder aus anderen Gründen unsicher ist, sollte Nahrungsergänzungsmittel nicht einfach aufgrund eines Instagram-Reels einwerfen, sondern im Zweifel ärztlich oder pharmazeutisch nachfragen.
Würde ich mein Kollagen wieder kaufen?
Aktuell: ja. Aber mit einem ziemlich großen Sternchen dahinter.
Ich mag gerade, wie meine Haut aussieht. Sie wirkt auf mich frischer und praller, vor allem unter den Augen sehe ich mehr Glow. Und wenn andere Menschen von sich aus sagen, dass meine Haut gut aussieht, werde ich natürlich hellhörig. Gleichzeitig wäre es unseriös, daraus zu schließen: Das war definitiv das Kollagen.
Denn ich benutze meine LED-Maske. Ich pflege meine Haut. Ich achte auf meine Ernährung. Und Haut verändert sich sowieso. Deshalb bekommt Kollagen von mir momentan kein „Das müsst ihr unbedingt kaufen!“, sondern ein „Das finde ich interessant genug, um weiterzumachen.“
Und das ist ein ziemlich großer Unterschied.
Mein Fazit: Kollagen ist kein Botox zum Trinken
Das ist vermutlich die wichtigste Erkenntnis dieses Artikels. Kollagenpulver radiert keine Falten weg. Wer euch verspricht, dass ihr damit in wenigen Wochen zehn Jahre jünger ausseht, darf sein Marketing gern woanders machen.
Aber ganz als Beauty-Quatsch würde ich Kollagen ebenfalls nicht abtun. Es gibt randomisierte Studien und Meta-Analysen, die Verbesserungen bei Hautfeuchtigkeit und Elastizität finden. Gleichzeitig zeigt eine neuere kritische Meta-Analyse, wie sehr Studienqualität und Finanzierung das Gesamtbild beeinflussen können. Die wissenschaftliche Lage ist also interessant, aber keineswegs so eindeutig, wie uns die Werbung glauben lässt.
Und ich? Ich mache weiter. Mein marines Kollagen darf in mich hinein, meine LED-Maske abends auf mein Gesicht und meine Zornesfalte bleibt selbstverständlich in Bereitschaft. Die brauche ich schließlich noch für die Kinder, genauso wie meine Lachfalten – auch für meine Kinder. 😆
Ich halte euch auf dem Laufenden.
Das Wichtigste in 30 Sekunden
Bringt Kollagen gegen Falten etwas? Einige Studien finden Verbesserungen bei Hautfeuchtigkeit und Elastizität. Eine neuere kritische Meta-Analyse relativiert diese Ergebnisse jedoch deutlich. Die wissenschaftliche Evidenz ist deshalb nicht eindeutig.
Welches Kollagen wird für die Haut untersucht? Häufig werden hydrolysierte Kollagenpeptide beziehungsweise Kollagenhydrolysate eingesetzt. Marines Kollagen stammt aus Fisch und enthält überwiegend Kollagen Typ I.
Wie viel Kollagen braucht man täglich? Eine eindeutig festgelegte Anti-Falten-Dosis gibt es nicht. Studien verwenden unterschiedliche Mengen, unter anderem im Bereich von etwa 1 bis 10 Gramm täglich.
Wann könnte man Veränderungen sehen? Wenn überhaupt, sollte man eher in Wochen beziehungsweise Monaten als in Tagen denken.
Ist Kollagen in den Wechseljahren interessant? Ja, weil sinkende Östrogenspiegel mit Veränderungen von Kollagen, Hautdicke, Feuchtigkeit und Elastizität verbunden sind. Das bedeutet aber nicht automatisch, dass ein Kollagenpräparat diese Veränderungen ausgleichen kann.
Häufige Fragen zu Kollagen gegen Falten
Wird Kollagen im Magen nicht einfach zerstört?
Kollagen wird wie andere Proteine verdaut. Bei hydrolysiertem Kollagen wurden die großen Proteine bereits in kleinere Peptide aufgespalten. Daraus folgt aber nicht, dass das eingenommene Kollagen anschließend eins zu eins als neues Kollagen unter einer Falte landet.
Ist Fischkollagen besser als Rinderkollagen?
Ein eindeutiger genereller Sieger für schönere Haut lässt sich aus der Studienlage nicht ableiten. Marines Kollagen liefert vor allem Typ-I-Kollagen und kann beispielsweise für pescetarisch lebende Menschen eine passendere Wahl sein.
Kann Kollagen tiefe Falten entfernen?
Dafür gibt es keinen überzeugenden Nachweis. Kollagenpräparate sollten nicht mit ästhetisch-medizinischen Verfahren wie Botox oder Fillern gleichgesetzt werden.
Ist Kollagenpulver besser als Kollagenkapseln?
Nicht zwangsläufig. Pulver kann allerdings praktisch sein, wenn pro Tag mehrere Gramm Kollagen eingenommen werden sollen, weil dafür sonst je nach Produkt viele Kapseln nötig wären. Entscheidend sind Kollagenart, Menge und Zusammensetzung.
Gibt es vegetarisches oder veganes Kollagen?
Echtes Kollagen ist tierischen Ursprungs. Produkte, die als „veganes Kollagen“ beworben werden, enthalten normalerweise kein Kollagen aus Pflanzen, sondern beispielsweise Aminosäuren, Vitamine oder andere Stoffe, die die normale körpereigene Kollagenbildung unterstützen sollen.
Kann ich Kollagen auch über Lebensmittel aufnehmen?
Kollagen kommt natürlicherweise in tierischem Bindegewebe vor. Unser Körper kann Kollagen außerdem selbst bilden und benötigt dafür unter anderem Aminosäuren und Vitamin C. Ein Kollagenpräparat ist deshalb kein essenzielles Supplement, das jeder Mensch nehmen muss.
Wie lange sollte ich Kollagen ausprobieren?
Wer es ausprobieren möchte, sollte nicht nach wenigen Tagen einen sichtbaren Effekt erwarten. Studien untersuchen üblicherweise eine regelmäßige Einnahme über mehrere Wochen. Ob sich die Ausgabe langfristig lohnt, muss man angesichts der nicht eindeutigen Studienlage letztlich individuell entscheiden.
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Quellen
Für diesen Artikel habe ich systematische Reviews und Meta-Analysen zu oral eingenommenem Kollagen und Hautalterung sowie medizinische Fachliteratur zu Hautveränderungen rund um die Menopause herangezogen. Besonders wichtig ist mir die unterschiedliche Bewertung der Studienlage: Während mehrere ältere Meta-Analysen positive Effekte auf Hautfeuchtigkeit und Elastizität berichten, kommt eine 2025 veröffentlichte Analyse nach Berücksichtigung von Studienqualität und Finanzierung zu einer deutlich kritischeren Einschätzung. Systematischer Review zu Kollagen und Haut Kritische Meta-Analyse von 2025
Transparenzhinweis
Dieser Artikel verbindet meine persönlichen Erfahrungen mit wissenschaftlichen Informationen zu Kollagen und Hautalterung. Ich verwende gleichzeitig weitere Hautpflege und eine LED-Maske. Veränderungen meiner Haut kann ich deshalb nicht eindeutig dem Kollagen zuschreiben. Nahrungsergänzungsmittel ersetzen keine ausgewogene Ernährung und die dargestellten Informationen ersetzen keine medizinische Beratung.
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