Bauch in den Wechseljahren: Warum er sich verändert – und was hilft

Warum wird der Bauch in den Wechseljahren dicker? Was Östrogen, Muskelverlust und Blähungen damit zu tun haben – und was gegen den Wechseljahresbauch wirklich helfen kann.

Ich war früher immer schmal am Oberkörper und hatte sehr muskulöse Beine und einen runden Po. Soweit sooo gut. Und ich weiß nicht, ob es bei euch früher auch so war: Ich fand meinen Hintern in Relation zum Oberkörper eeeetwas überdimensioniert. Hmmm. Fanden die Jungs nicht. 😆 Das war schon mal nicht schlecht. Aber was ich richtig cool fand, war mein flacher Bauch. Uuuund der war richtig cool!

Soweit so gut. Dann kamen mit Ende dreißig die Kids. Ooookay, ein paar Risse, eine Narbe und der Bauch war nicht mehr ganz so cool. Aber hey, für die kleinen Flitzpiepen war es das wirklich wert! Ich liebe meine Racker. Nach den Schwangerschaften habe ich mit Sport alles wieder einigermaßen in Proportion bekommen. Der Bauch war nicht mehr perfekt, aber voll okay. Damit konnte ich wunderbar leben.

Und dann … eines Tages … schob ER sich ins Sichtfeld. Erst ganz langsam. Morgens dachte ich noch: Geht doch. Und nachmittags: ALTER! Herrgott, wo will der denn hin??? 😆 Das ging mir schwer auf den Keks. Denn ich hatte nicht plötzlich angefangen, jeden Tag drei Pizzen zu essen. Ich bewegte mich, ich aß nicht grundsätzlich anders als vorher – aber mein Bauch offenbar schon. Und das Komische war: Der sah auch nicht immer gleich aus. Morgens ging es teilweise noch und im Laufe des Tages wurde er immer größer. Mal wirkte er weich und wabbelig, mal richtig aufgebläht. Und natürlich machte ich das, was vermutlich jede vernünftige Frau in dieser Situation macht: Bauch einziehen und mich von allen Seiten im Spiegel betrachten. Hochwissenschaftlich.

Also habe ich angefangen zu überlegen: Was zur Hölle passiert da eigentlich? Ist das Fett? Sind das Blähungen? Habe ich weniger Muskeln? Liegt es einfach am Alter? Oder sind es tatsächlich die Wechseljahre? Und irgendwann stellte ich fest: Wahrscheinlich ist es nicht nur eine Sache.

KI-erstelltes Symbolbild. Es zeigt keine reale Aufnahmesituation.

Warum verändert sich der Bauch in den Wechseljahren?

Viele Frauen bemerken rund um die Menopause, dass sich ihre Körperzusammensetzung und besonders die Fettverteilung verändert. Mit sinkenden Östrogenspiegeln wird Fett tendenziell stärker im Bauchbereich gespeichert. Gleichzeitig können mit zunehmendem Alter Muskelmasse und Energieverbrauch sinken. Wird der Bauch vor allem im Tagesverlauf deutlich größer, können zusätzlich Verdauung und Blähungen eine Rolle spielen.

Und das fand ich schon mal ziemlich beruhigend. Nicht weil ich meinen neuen Bauch deshalb plötzlich hübscher fand. Nö. 😆 Sondern weil ich endlich verstanden habe, warum mein Körper auf einmal andere Spielregeln hatte. Denn dieses „Du musst halt weniger essen“ greift mir viel zu kurz. Natürlich spielt die gesamte Energiebilanz eine Rolle, wenn wir Körperfett verlieren möchten. Aber wenn sich gleichzeitig die Fettverteilung verändert, Muskulatur weniger wird, wir schlechter schlafen, uns vielleicht weniger bewegen und dann noch Verdauung und Blähungen mitmischen, ist „Iss halt weniger“ ungefähr so hilfreich wie „Sei einfach nicht müde“.

Warum bekommen viele Frauen in den Wechseljahren mehr Bauchfett?

Der Rückgang der Östrogene während der Menopause ist mit einer veränderten Fettverteilung verbunden. Fett lagert sich tendenziell stärker im Bauchraum ab als beispielsweise an Hüften und Oberschenkeln. Zusätzlich beeinflussen Alter, Genetik, Ernährung, Bewegung, Schlaf und Muskelmasse, wie sich der Körper verändert.

Und da hatte ich meine Erklärung für dieses Gefühl: Mein Körper baut sich um, obwohl ich gar keinen Umbau bestellt habe. Besonders wichtig ist dabei das sogenannte viszerale Fett, also Fett, das tiefer im Bauchraum um die Organe liegt. Davon zu unterscheiden ist das Unterhautfett, das man anfassen kann. Größere Mengen viszeralen Fetts sind gesundheitlich relevanter, weil sie unter anderem mit einem höheren Risiko für Stoffwechsel- und Herz-Kreislauf-Erkrankungen verbunden sind. Das heißt allerdings nicht, dass jede kleine Speckrolle plötzlich gefährlich ist. Bitte nicht anfangen, morgens panisch am Bauch herumzukneifen. 😆

Und dann kamen bei mir die Hormone

Diesen Teil möchte ich euch ganz bewusst nicht vorenthalten: Bei mir wurde der Bauch unter meiner Hormontherapie tatsächlich wieder besser. Nicht weg. Nicht plötzlich wieder der Bauch meiner 25-jährigen Version. Schade eigentlich. 😆 Aber ich hatte das Gefühl, dass mein Körper insgesamt wieder mehr in seine alte Richtung ging und auch mein Bauch weniger ausgeprägt war.

Und genau hier müssen wir zwei Dinge auseinanderhalten: meine Erfahrung und das, was man daraus allgemein ableiten kann. Eine Hormontherapie ist keine Abnehmtherapie und kein Mittel gegen Bauchfett. Sie sollte nicht begonnen werden, um einen flacheren Bauch zu bekommen. Östrogen spielt allerdings tatsächlich eine Rolle bei Körperzusammensetzung und Fettverteilung, und Untersuchungen deuten darauf hin, dass eine menopausale Hormontherapie bestimmte ungünstige Veränderungen der Fettverteilung beeinflussen kann. Das ist etwas völlig anderes als die Behauptung: „Nimm Hormone und dein Bauch verschwindet.“

Bei mir war die Veränderung trotzdem deutlich genug, dass ich sie euch erzählen möchte. Denn wenn ich einen persönlichen Blog über meine Wechseljahre schreibe und genau das bei mir passiert ist, wäre es ziemlich bescheuert, diesen Teil einfach wegzulassen. Ob eine Hormontherapie infrage kommt, hängt aber von den Beschwerden, der persönlichen Krankengeschichte und individuellen Nutzen und Risiken ab und gehört mit einer Ärztin oder einem Arzt besprochen.

Warum ist mein Bauch morgens flacher und abends dicker?

Wenn sich der Bauch innerhalb eines einzigen Tages deutlich verändert, ist das nicht einfach neu entstandenes Körperfett. Häufig spielen Darminhalt, Flüssigkeit, Gasbildung und Verdauung eine Rolle. Das war für mich eine ziemlich wichtige Erkenntnis. Ich kann schließlich nicht morgens relativ flach aufstehen und bis 17 Uhr spontan zwei Kilo Bauchfett produzieren. So schnell ist selbst mein Körper nicht. 😆

Deshalb lohnt es sich, genauer hinzugucken: Welche Lebensmittel vertrage ich gut? Esse ich sehr große Portionen? Habe ich Verstopfung? Trinke ich genug? Bewege ich mich? Und gibt es Lebensmittel, nach denen mein Bauch regelmäßig komplett eskaliert? Genau daraus machen wir übrigens noch einen eigenen Artikel, denn „Warum ist mein Bauch abends so dick?“ ist ein anderes Problem als tatsächliches Bauchfett. Bei neu auftretenden, starken oder anhaltenden Beschwerden sollte ein ständig geblähter Bauch allerdings ärztlich abgeklärt werden – insbesondere wenn Schmerzen, Blutungen, unbeabsichtigter Gewichtsverlust oder andere ungewöhnliche Symptome dazukommen.

Welche Rolle spielen Muskeln beim Wechseljahresbauch?

Muskelmasse ist gerade ab der Lebensmitte enorm wichtig. Mit zunehmendem Alter kann Muskulatur verloren gehen, wenn wir ihr keinen ausreichenden Trainingsreiz geben. Krafttraining und genügend Protein helfen dabei, Muskelmasse zu erhalten beziehungsweise aufzubauen.

Und damit sind wir bei meinem nächsten Problem. Ich war früher richtig fit. Irgendwann kamen Kinder, Job, Hund und Alltag – und meine Muskulatur bekam von mir zunehmend die Information: Danke, wird offenbar nicht mehr gebraucht. 😆 Deshalb reicht es mir heute nicht mehr, nur darüber nachzudenken, wie ich Fett loswerde. Ich möchte vor allem Muskulatur behalten beziehungsweise wieder aufbauen.

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Kann man Wechseljahres-Bauchfett gezielt wegtrainieren?

Leider nein. Mit Bauchübungen lässt sich die Bauchmuskulatur trainieren, aber der Körper entscheidet selbst, aus welchen Fettdepots er Energie mobilisiert. Man kann Fett nicht gezielt nur am Bauch verlieren.

Das ist wirklich unverschämt, finde ich. 😆 Trotzdem lohnt sich Training natürlich. Krafttraining hilft beim Muskelaufbau und -erhalt, Bewegung erhöht unseren Energieverbrauch und gezieltes Rumpftraining kann die Bauch- und Rückenmuskulatur kräftigen. Ein stärkerer Rumpf kann außerdem Haltung und Körpergefühl verändern. Nur 200 Sit-ups am Abend und am nächsten Morgen ist der Wechseljahresbauch weg? Leider nein.

Was hilft wirklich gegen den Bauch in den Wechseljahren?

Den einen Trick gegen den Wechseljahresbauch gibt es leider nicht. Sinnvoll ist eine Kombination aus Muskeltraining, ausreichend Protein, viel Alltagsbewegung, einer Ernährung, die langfristig zum eigenen Energiebedarf passt, gutem Schlaf und – wenn Wechseljahresbeschwerden dafür sprechen – einer ärztlichen Beratung über Behandlungsmöglichkeiten. Wenn der Bauch vor allem im Tagesverlauf größer wird, lohnt es sich außerdem, Verdauung und mögliche Auslöser für Blähungen genauer anzuschauen.

1. Muskeln aufbauen – nicht nur Kalorien verbrennen

Das ist für mich inzwischen einer der wichtigsten Punkte überhaupt. Mit zunehmendem Alter können wir Muskelmasse verlieren, wenn wir nichts dagegen tun. Deshalb versuche ich nicht mehr einfach nur „mehr Sport“ zu machen, sondern meine Muskeln gezielt zu fordern. Und nein, dafür muss man nicht fünfmal pro Woche ins Fitnessstudio. Ich brauche etwas, das ich zwischen Vollzeitjob, Familie, Hund und dem restlichen Wahnsinn tatsächlich schaffe. Genau deshalb habe ich mir meine kurze Trainingslösung gesucht. 15 Minuten bekomme ich hin. Zwei Stunden Fitnessstudio? Kannste vergessen. 😆

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2. Genug Protein essen

Wenn ich Muskeln behalten beziehungsweise aufbauen möchte, muss ich meinem Körper auch das entsprechende Baumaterial geben. Deshalb achte ich heute viel stärker auf Protein als früher. Das muss überhaupt nicht zwingend aus Proteinpulver kommen. Fisch, Eier, Milchprodukte, Hülsenfrüchte, Tofu und andere eiweißreiche Lebensmittel funktionieren wunderbar. Wenn es im Alltag schnell gehen muss, finde ich einen Shake allerdings ziemlich praktisch.

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3. Nicht auf die nächste Wunderdiät hereinfallen

Ich möchte nicht drei Wochen möglichst wenig essen, fünf Kilo verlieren und anschließend wieder von vorne anfangen. Entscheidend ist eine Ernährungsweise, die ich tatsächlich durchhalte. Bei mir bedeutet das unter anderem: weniger Zucker, ausreichend Protein, viele möglichst wenig verarbeitete Lebensmittel und nicht ständig nebenbei futtern.

Und gerade Zucker ist bei mir ein eigenes Thema. Ich bin nämlich durchaus in der Lage, wochenlang ziemlich konsequent zu sein – bis dieses eine Stück Schokolade kommt und mein Gehirn plötzlich beschließt: Ach komm, jetzt ist auch egal. 😆

👉 Zucker in den Wechseljahren – warum ich nach einem Stück Schokolade immer mehr will

4. Bewegung zählt – auch ohne Sportklamotten

Spazierengehen, Treppen, Hund, Garten, Radfahren: Alles, was mich im Alltag vom Stuhl beziehungsweise Sofa holt, zählt. Dazu kommt bei mir gezieltes Muskeltraining. Und ja, auch meine Rüttelplatte gehört dazu, weil ich darauf tatsächlich meine 15 Minuten mache.

Jetzt kommt aber der wichtige Teil: Eine Rüttelplatte schmilzt nicht gezielt Bauchfett weg. Wenn euch irgendeine Werbung genau das verspricht, würde ich sehr skeptisch werden. Für mich hat das Ding einen ganz anderen Vorteil: Ich benutze es. 😆 Es steht da, ich kann draufsteigen, meine Übungen machen und nach 15 Minuten bin ich fertig. Ein Trainingsgerät, das theoretisch perfekt ist und im Keller verstaubt, bringt mir weniger als eines, das ich tatsächlich regelmäßig benutze.

👉 Meine Rüttelplatte

5. Schlaf ernst nehmen

Seit meinen Wechseljahren weiß ich leider sehr genau, wie sehr schlechter Schlaf in den nächsten Tag hineinfunkt. Schlaf beeinflusst unter anderem Hunger, Appetit, Energie und natürlich auch meine Motivation, mich zu bewegen. Nach einer Nacht, in der ich um drei Uhr hellwach an die Decke gestarrt habe, springe ich am nächsten Morgen eher selten aus dem Bett und denke: GEIL! KRAFTTRAINING! 😆

Deshalb gehört Schlaf für mich inzwischen tatsächlich zu meiner Strategie für einen gesunden Körper. Nicht, weil acht Stunden Schlaf über Nacht Bauchfett wegzaubern, sondern weil Schlaf, Ernährung, Bewegung und Stress eben nicht unabhängig voneinander funktionieren.

👉 3 Uhr nachts. Wieder wach. Blöde Wechseljahre!

6. Blähbauch von Bauchfett unterscheiden

Wenn mein Bauch morgens okay aussieht und am Nachmittag gefühlt im sechsten Monat ist, dann ist das nicht innerhalb weniger Stunden neu entstandenes Fett. Dann lohnt es sich, Verdauung, Verstopfung, Portionsgrößen und individuelle Lebensmittelverträglichkeit genauer anzuschauen. Und weil ich genau dieses Phänomen kenne, bekommt das einen eigenen Artikel.

👉 Demnächst: Warum ist mein Bauch abends so dick? Blähbauch in den Wechseljahren

7. Und ja: Hormone gehören für mich mit in diese Geschichte

Seit ich meine Hormontherapie bekomme, hat sich mein Bauch für mein Empfinden ebenfalls wieder positiv verändert. Das möchte ich euch nicht verschweigen. Eine Hormontherapie ist allerdings keine Bauch-weg- oder Abnehmtherapie. Sie wird zur Behandlung bestimmter Wechseljahresbeschwerden eingesetzt und sollte individuell medizinisch abgewogen werden.

Aber wenn wir hier ehrlich über das reden, was mir geholfen hat, gehört meine Hormontherapie für mich dazu. Deshalb bekommt auch dieses Thema einen eigenen ausführlichen Artikel.

👉 Demnächst: Hormone in den Wechseljahren – was hat sich bei mir verändert?

Was würde ich heute konkret machen, wenn mich mein Wechseljahresbauch nervt?

Ich würde zuerst überlegen: Ist es hauptsächlich Fett, ist es ein Blähbauch oder ist es beides? Danach würde ich nicht anfangen, jeden Tag hundert Sit-ups zu machen, sondern meine gesamte Situation anschauen. Bekomme ich genug Bewegung? Trainiere ich meine Muskeln? Esse ich ausreichend Protein? Wie viel Zucker und hochverarbeitete Lebensmittel esse ich? Schlafe ich vernünftig? Und wenn ich starke Wechseljahresbeschwerden habe: Habe ich mit meiner Gynäkologin oder meinem Gynäkologen überhaupt schon über Behandlungsmöglichkeiten gesprochen?

Und dann würde ich mir eine oder zwei Sachen vornehmen, die ich wirklich durchhalte. Nicht Montag: kein Zucker, 10.000 Schritte, fünfmal Krafttraining, kein Alkohol, 1.500 Kalorien und ab 18 Uhr nur noch linksdrehendes Mondwasser. 😆 Damit wäre ich spätestens Donnerstag fertig.

Vielleicht sind es erst einmal zweimal pro Woche 15 Minuten Muskeltraining und jeden Tag eine vernünftige Proteinquelle. Wenn das sitzt, kommt der nächste Schritt. Denn die beste Strategie bringt mir gar nichts, wenn ich sie nur zwölf Tage durchhalte.

Mein Fazit: Ich will meinen Bauch nicht hassen

Mein Bauch hat zwei Kinder getragen. Er hat Risse, eine Narbe und sieht nicht mehr aus wie mit 25. Damit bin ich fein. Aber ich muss deshalb trotzdem nicht begeistert danebenstehen, wenn er beschließt, sich mit Mitte 50 noch einmal komplett neu zu erfinden. 😆 Ich darf etwas dagegen tun. Nicht weil ich meinen Körper hasse, sondern weil ich mich darin wohlfühlen und möglichst lange gesund und kräftig bleiben möchte.

Und inzwischen verstehe ich viel besser, was da passiert. Hormone, veränderte Fettverteilung, weniger Muskulatur, Alter, Ernährung, Bewegung, Schlaf und bei meinem Nachmittags-„ALTER!“ offenbar zusätzlich die Verdauung. Es gibt also nicht den einen Wechseljahresbauch und deshalb auch nicht die eine Wunderlösung.
Bei mir hat sich einiges wieder verbessert. Bewegung und Muskeltraining gehören dazu. Meine Ernährung gehört dazu. Und ja, auch seit ich Hormone nehme, hat sich mein Bauch für mein Empfinden wieder positiv verändert. Das erzähle ich euch genauso, wie es war – aber Hormone nehme ich wegen meiner Wechseljahresbeschwerden und nicht als Bauch-weg-Mittel.

Den Sixpack von früher brauche ich übrigens gar nicht zurück. Na ja.
Wenn er freiwillig vorbeikommen möchte, würde ich ihn natürlich reinlassen. 😆

Das Wichtigste in 30 Sekunden

Warum wird der Bauch in den Wechseljahren dicker? Sinkende Östrogenspiegel sind mit einer veränderten Fettverteilung verbunden. Gleichzeitig können Alter, Muskelverlust, Ernährung, Bewegung und Schlaf die Körperzusammensetzung beeinflussen.

Warum ist mein Bauch abends größer als morgens? Eine deutliche Veränderung innerhalb weniger Stunden ist nicht neu entstandenes Körperfett. Verdauung, Darminhalt, Gasbildung und Flüssigkeit können den Bauch im Tagesverlauf verändern.

Kann ich Bauchfett gezielt wegtrainieren? Nein. Bauchtraining stärkt die Muskulatur, aber der Körper lässt sich nicht dazu zwingen, Fett ausschließlich am Bauch abzubauen.

Was hilft gegen den Wechseljahresbauch? Krafttraining, ausreichend Protein, viel Alltagsbewegung, eine langfristig passende Ernährung und guter Schlaf sind sinnvolle Ansatzpunkte. Bei einem starken Blähbauch sollte zusätzlich die Verdauung betrachtet werden.

Können Hormone helfen? Eine menopausale Hormontherapie ist keine Behandlung zur Gewichtsabnahme. Östrogene spielen jedoch eine Rolle bei der Fettverteilung, und eine Hormontherapie kann bestimmte Veränderungen der Körperzusammensetzung beeinflussen. Ob sie medizinisch sinnvoll ist, muss individuell entschieden werden.

FAQ / Häufige Fragen zum Bauch in den Wechseljahren

Ist ein dickerer Bauch in den Wechseljahren normal?

Viele Frauen beobachten rund um die Menopause Veränderungen ihrer Körperzusammensetzung und Fettverteilung. Trotzdem sollte ein neu auftretender oder ungewöhnlich stark vergrößerter Bauch nicht automatisch den Wechseljahren zugeschrieben werden.

Liegt der Wechseljahresbauch nur am Östrogen?

Nein. Hormone sind ein Teil der Erklärung. Alter, Genetik, Muskelmasse, Bewegung, Ernährung, Schlaf und weitere Faktoren spielen ebenfalls eine Rolle.

Was ist der Unterschied zwischen Bauchfett und Blähbauch?

Bauchfett verändert sich nicht innerhalb weniger Stunden erheblich. Ein Bauch, der morgens deutlich flacher und abends stark vergrößert ist, kann zusätzlich durch Verdauung, Darminhalt und Gasbildung beeinflusst sein.

Welche Übungen helfen gegen den Wechseljahresbauch?

Es gibt keine Übung, die gezielt Bauchfett verbrennt. Sinnvoll sind vor allem regelmäßiges Krafttraining für große Muskelgruppen, Alltagsbewegung und ergänzendes Rumpftraining.

Hilft eine Rüttelplatte gegen Bauchfett?

Eine Rüttelplatte verbrennt nicht gezielt Fett am Bauch. Sie kann je nach Anwendung Bestandteil eines Trainings sein. Für mich liegt ihr größter Vorteil darin, dass ich damit tatsächlich regelmäßig meine kurzen Trainingseinheiten mache.

Können Hormone beim Wechseljahresbauch helfen?

Eine Hormontherapie kann bestimmte menopausenbedingte Veränderungen der Körperzusammensetzung beeinflussen, ist aber keine Therapie zum Abnehmen oder gegen Bauchfett. Ob sie infrage kommt, hängt von Beschwerden, Risiken und der individuellen medizinischen Situation ab.

Wie bekomme ich meinen Bauch ab 50 wieder weg?

Eine einzelne Methode gibt es nicht. Muskeltraining, ausreichend Protein, eine zum Energiebedarf passende Ernährung, viel Alltagsbewegung, Schlaf und langfristig umsetzbare Gewohnheiten sind sinnvoller als Crashdiäten oder spezielle „Bauch-weg“-Produkte.

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Quellen

Für die medizinischen und wissenschaftlichen Informationen in diesem Artikel habe ich unter anderem folgende Quellen genutzt:

  • Eine aktuelle wissenschaftliche Übersichtsarbeit von 2025 beschreibt, dass sich rund um die Menopause die Körperzusammensetzung verändern kann: Muskelmasse und Muskelkraft können abnehmen, während sich Fett stärker in Richtung Bauch und viszerales Fett verlagert. Die Autor:innen weisen gleichzeitig darauf hin, dass Alter, Hormone, Energiebilanz und Lebensstil zusammenspielen und sich nicht jede Veränderung allein auf die Menopause zurückführen lässt.
    PubMed: Menopause and Body Composition – A Complex Field
  • Eine aktuelle klinische Übersichtsarbeit von 2026 kommt zu dem Ergebnis, dass die menopausale Hormontherapie die Zunahme von zentralem Bauchfett abschwächen und eine günstigere Körperzusammensetzung unterstützen kann. Wichtig: Die Autorin betont ausdrücklich, dass eine Hormontherapie nicht als Therapie zur Gewichtsabnahme eingesetzt werden sollte, sondern aufgrund ihrer medizinischen Indikationen.
    PubMed: Menopause hormone therapy in weight management
  • Eine Meta-Analyse mit insgesamt 2.472 Frauen zeigte insbesondere Veränderungen der Fettverteilung nach der Menopause: Der Taillenumfang und das zentrale beziehungsweise viszerale Fett nahmen zu. Bei der Zunahme der gesamten Fettmasse spielt allerdings auch das normale Älterwerden eine wichtige Rolle.
    PubMed: Fat mass changes during menopause – a meta-analysis
  • Auch eine Übersichtsarbeit der International Menopause Society beschreibt, dass die hormonellen Veränderungen während der Menopause mit einer stärkeren Ansammlung von abdominalem Fett verbunden sind.
    PubMed: Fat mass, weight and body shape changes at menopause
  • Der britische NHS weist darauf hin, dass es wenig Evidenz dafür gibt, dass die meisten Formen einer Hormontherapie selbst zu einer Gewichtszunahme führen. Gewichtszunahme kann unabhängig davon während der Lebensmitte auftreten.
    NHS: HRT und Gewicht
Transparenzhinweis

Dieser Artikel verbindet meine persönlichen Erfahrungen mit allgemeinen Informationen zu Wechseljahren, Körperzusammensetzung und Bauchfett. Die von mir beschriebene Veränderung meines Bauches unter einer Hormontherapie ist meine persönliche Beobachtung und bedeutet nicht, dass Hormontherapie zur Gewichtsabnahme eingesetzt werden sollte. Eine menopausale Hormontherapie hat Nutzen und Risiken und sollte individuell mit einer Ärztin oder einem Arzt besprochen werden.

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